Noch einmal: Deutschland 2022

(Zum Thema „2022“ siehe vorhergehende Beiträge: 22.05.2020, 31.01.2021)

Wie mehrfach (u.a. im Forum APZ) aufgezeigt: Das Deutschland-Horoskops von 1495 (Löwe-OG, Worms) ist so stimmig wie es, was Auslösungen angeht, verlässlich ist. (Zur Erinnerung bzw. Grundorientierung: Das ist das OG, welches dem finalen Reichstagsbeschluss von Worms unmittelbar vorausging. Mit den Beschlüssen jenes Reichstages entwickelt sich im Reich erstmals das, was man „Staatlichkeit“ nennen kann – u.a. erkennbar an der Schaffung des Reichskammergerichtes.

Bekanntlich ist die Achse 17-18 Grad Stier/Skorpion engstens verbunden mit der deutschen Geschichte – zum Guten wie zum Bösen hin. Und diese Achse findet sich auch im Deutschland-Horoskop von 1495. Sie findet sich in der Halbsumme PL/MA (=17:09 Skorpion bzw. in der Halbsumme PL/MO = 17:47 Skorpion). Eben dieser Grad wurde opponiert durch den laufenden UR im Herbst 1938 („Sudentenkrise“) und im Frühjahr 1939 (Verschärfung der Lage nach der Besetzung der „Resttschechei“). UR wird dort ein weiteres mal 2022/2023 stehen. Nun steigt man (gottlob) nie zweimal in denselben Fluss, das gilt fürs individuelle Dasein ebenso wie fürs kollektive Geschehen. Sehr wohl aber ist denkbar, dass sich das Land ein weiteres Mal in eine Entscheidungsssituation gestellt werden sieht. 1938/39 erbrachte dies den finalen, den Krieg auslösenden Bruch mit den westlichen europäischen Nachbarn. Mit Blick auf die genannte Achse 17-18 Stier/Skorpion ist im Auge zu behalten, dass hier das Thema MER/UR.DC miteingeht: Es wird wesentlich gehen um eine Entscheidungssituation, welche die außenpolitische Ausrichtung des Landes betreffen wird. Die bewährte, meist profitable bundesrepublikanische Devise „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ wird dann vermutlich definitiv ausgereizt sein. Ein weiteres Mal wird sich das Land konfrontiert sehen mit der Tatsache, dass es sich zu erklären haben wird mit Blick auf die USA einerseits und Russland, aber auch China andererseits. Vor diesem Hintergrund kommt der Bundestagswahl im September 2021 eine eminente Bedeutung zu. Auffällig indessen ist schon jetzt, dass sich die Parteien, gleich welcher Couleur, was die elemantaren außenpolitischen Perspektiven angeht, in Zurückhaltung üben. Da scheinen Themen wie Klimaschutz und Corona genehmer (womit nun nicht etwa deren Signifikanz bestritten werden soll). – Die Souveränität der Bundesrepublik wurde wesentlich durch zwei Schritte gesichert: Am 5.5.1955 erlosch das Besatzungsrecht, wenige Tage später trat die junge Republik der NATO bei. Es blieben allerdings alliierte Vorbehalte, die sich wesentlich auf Berlin bezogen. Diese wurden definitiv getilgt durch den „2+4 Vertrag“ vom Sommer 1990 (die immer wieder von Rechtsaußen kommende Behauptung, die allierten Sonderrechte bestünden weiter, sind gegenstandslos, aus der Luft gegriffen, die Intentionen dieser Behauptung nur allzu durchsichtig). Von Belang aber dürfte sein, dass hier der 33er-Rhythmus (auf den vor allem Rudolf Steiner wiederholt hingewiesen hat) in doppelter Weise greifen wird: 2021/22 aktualisiert sich der Rhythmus 66 (genauer: 66 und ein Drittel) Jahre nach 1955. Und das Wendejahr 1989 wird 2022/23 in quasi resümierender Form ins Bewusstsein geholt. Derzeitige Prognosen zeigen eine deutlich geschwächte CDU/CSU zugunsten der erstarkten Grünen. Nicht wenige Prognosen sehen eine grüne Kanzlerin kommen. Wie dem auch sei: Eine Regierung ohne die Grünen erscheint nach Stand der Dinge kaum denkbar. Eine solche Regierung aber würde unweigerlich erneut eine Diskussion über den deutschen Standpunkt im Rahmen der NATO ins Leben rufen.