Wassermann …. Saturn, Beispiel China

Herrscher über den Wassermann? Klar doch: Uranus, erste Lektion Astrologie. Ich habe es – Th. Ring sei gedankt – immer für einen schwerwiegenden Fehler gehalten, die tradierte Dispositoren-Lehre über Bord zu werfen. Letztlich kam dies einer Zerstörung der Siebener-Ordnung im Zodiak gleich. Man muss weder „indisch“ orientiert sein, noch klassisch-hellenistisch, um diesen Bruch als einen verhängnisvollen zu begreifen.

Saturn regiert den Wassermann. Immer wieder festzustellen. Wird der im Wassermann Geborene alt, so verschafft sich Saturn im Alter zunehmend Geltung. Nehmen wir als Beispiel Friedrich II. von Preußen: In jungen Jahren der „Aufklärer“, in späteren Jahren zunehmend unter dem Schatten Saturns: der Tradition Preußens verpflichtet, die vielbeschworene „Pflicht“ propagierend, nicht ohne Misanthropie, auf Hierarchien verpflichtet – und zwanghaft verpflichtend. Man wird wenig Mühe haben, Ähnliches im eigenen weiteren Bekanntenkreis wahrzunehmen.

Interessant: das Horoskop des kommunistischen Chinas – hier nicht eigens eingebracht, da wohl bekannt (ansonsten mühelos abrufbar im Netz). Der Mond am AC im Wassermann, AC wie Mond ebendort. Maos China setzte über Jahre auf die stete Gleichmacherei, setzte alles daran, sich der verhassten konfuzianischen Tradition dauerhaft zu entledigen. Der Höhepunkt: die Kulturrevolution, 1966-1968 (unter dem Signum der damaligen Uranus-Pluto-Konjunktion). Diese setzte sich zum Ziel die tradierten konfuzianischen Werte ein für alle Mal zu eliminieren – was nicht zuletzt die Zerstörung der familiären Ordnungen ins Auge fasste. Nach allem was man weiß, leiden noch nach langen Jahrzehnten Millionen von Chinesen an dem von der Partei in ihrer Jugend erzwungenen Verrat an den eigenen Eltern. Etliche sollen sich aus Scham und Verzweiflung in den letzten Jahrzehnten umgebracht haben. Natürlich wird dies seitens der Partei verschwiegen, Psychologie gilt da vielfach eh als ein anrüchiges „westliches“ Fach.

Doch wie eingangs – Beispiel Friedrich II. – angesprochen: Saturn hat da den längeren Atem, wenn es um die Herrschaft über den Wassermann geht. Mit Deng Xiao Ping erfolgte zunächst vorsichtig-bedacht die Entkriminalisierung der konfuzianischen Tradition. Heute wird Konfuzius gar offiziell als der Begründer der geistigen Welt Chinas gesehen – mit all dem, was zum Themenkreis des Saturnischen gehört: Pflicht, Arbeit, Würdigung der Alten, Bescheidenheit, Selbstdisziplin, Bildung, Achtung der staatlich vorgegebenen Hierarchie (wie sie natürlich von der Partei vorgegeben wird). – Allesamt Qualitäten, die der Protestantismus, spezifisch der Calvinismus verpflichtend gemacht hat – bis heute spürbar in (u.a.) den Niederlanden, der Schweiz, in den deutschen „reformierten“ Landesteilen – und nicht zuletzt oder gar vor allem in den USA, wo dies nach wie vor primär in den Neuenglandstaaten wirksam ist.

2 Gedanken zu „Wassermann …. Saturn, Beispiel China

  1. Ja, dies ist eine Beobachtung, die ich auch gemacht habe. Daß Saturn nur mehr über den Steinbock herrscht, ist letztlich eine Verarmung, die sich dann in der Entdeckung des Uranus realisiert hat. Zuerst ging die Bestimmung und dadurch eine mögliche Entwicklung verloren. Uranus ist dann das Manko. Dies gälte dann auch für Mars und Jupiter.

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