Noch einmal: Knoteningress 1494

Das Horoskop des Knoteningresses von 1494 lässt auf den ersten Blick Themen erkennen, die für den Gang der deutschen Gesichte über Jahrhunderte bestimmend waren. Die Achsen befinden sich auf dem je erstem Grad der Kardinalzeichen – mit Neptun auf dem IC, den Geburtsregenten Venus am MC opponierend: ein unübersehbarer Hinweis auf die komplexe territoriale Situation, welche einherging mit der fortwährenden Schwächung der kaiserlichen Zentralgewalt im Reich. Der Lauf der langsamen Planeten, gleich ob via Transit oder Direktion, über die Achsen musste zwangsläufig Neubestimmungen und Neuformierungen im Land erbringen. So etwa 1914 der Transit Plutos über das MC, mit dem Kriegsausbruch einhergehend. Zeitgleich befand sich Pluto im Sonnenbogen direktiv auf dem Neptun des Knotenhoroskops. 1943-1944: Neptun am AC: der Zerfall erst des Landes, am Ende des Regimes zeichnet sich ab. 1972 im Herbst: Pluto steht am AC, in München kommt es zum Olympiaattentat, und das Land sieht sich zum ersten Mal vom internationalen Terror herausgefordert.

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Es ließen sich weitere Beispiele anführen. Vor diesem Hintergrund wird der Ingress des Neptun in den Widder auch, oder möglicherweise gerade für Deutschland von elementarer Bedeutung sein. Die Kardinalachse wird dreimal überlaufen werden: im April 2025, dann im Rücklauf im Oktober, dann im Februar 2026.

Übers laufende Jahr befindet sich der AC Konj. Nordknoten auf dem Radix-Saturn (siehe Abb.): Stillstand, Retardierung allerorten – und die grassierenden Ängste, die erstmals mit der C19-Krise um sich griffen, dann aber mit dem Ukraine-Krieg schlagartig Verstärkung erfahren sollten – Saturn herrscht über Haus vier! Der genannte Überlauf ist umso stärker wirksam, als Saturn in die Halbsumme Mond/Pluto gestellt ist – wechselweise die bekannte „German angst“, die an den Rand der Paranoia führen kann (im Extremfall darüber hinaus: 1933-1945), oder die Selbstauslieferung der „Volksseele“ an die Autorität, in welcher Form die auch immer in Erscheinung treten mag.

Beunruhigend wirkt, dass mit dem Ingress des Neptun in den Widder der laufende Pluto den Uranus in diesem Horoskop erreicht haben wird – recht genau zeitgleich. Uranus steht in der Halbsumme SO/MO – als die „Lichter“ die quasi archaischen Säulen auch eines Staates. Beim letzten Mal überlief Pluto den Uranus des Knotenhoroskops 1780. Es gärte damals unterschwellig in Europa, wenngleich es erst 1789 zur Entladung kommen sollte. Aber es ist verfehlt, ausschließlich die äußeren politischen Entwicklungen im Auge zu halten. 1781 veröffentlicht Kant die „Kritik der reinen Vernunft“, die zweite sog. kopernikanische Wende mit weitreichenden Folgen nicht nur für die Philosophie selbst. Man darf annehmen, dass das Werk 1780 abgeschlossen wurde. Und 1780 waren Schillers „Räuber“ fertiggestellt, ein Drama, welches eine kaum zu überschätzende Wirkung ausüben sollte. Beide, das Werk des „Alleszermalmers“ (Kant) wie das als revolutionär empfundene Bühnenstück Schillers stellten die scheinbar stabile, für unangreifbar gehaltene Harmonie von Herrschaft und Volk infrage, richteten sich gegen die Willkür gesetzlosen Handelns.

Es hieße den Bogen zu überspannen, wollte man sich hier zu gewagten Spekulationen prognostischer Art verleiten lassen. Noch stehen da zwei, drei volle Jahre aus, und wir haben gelernt, wie rasch sich neue Perspektiven zum Guten oder Bösen hin schlagartig eröffnen können. Aber man wird sich nicht allzusehr aus dem Fenster lehnen, wenn man es für wahrscheinlich hält, dass Deutschland 2025-2026 die tiefgreifendste Wandlung seit 1989 – womöglich seit 1949 zu durchlaufen haben wird.

Das Horoskop – Knoteningress 1494 – lässt auf den ersten Blick Themen erkennen, welche für den Gang der deutschen Geschichte prägend waren, wohl auch weiterhin noch sind. Die Kardinalachsen auf dem je ersten Grad der Kardinalzeichen – und von daher die das Horoskop wesentlich bestimmende Opposition Venus-Neptun, unübersehbar ein Hinweis auf die komplexe territoriale Situation des Reiches: meist eine eher geschwächte Staatsautorität (man erinnere sich an den fortwährenden Schwund der kaiserlichen Gewalt im Gefolge der Reformation, schließlich des Dreißigjährigen Krieges). Der Lauf der langsamen Planeten, gleich, ob via Transit oder direktiv, über die Achsen musste zwangsweise Neubestimmungen in der Politik und generell im Gesamtgefüge des Landes mit sich bringen. So 1914 beim Transit Plutos über die MC-PL-Konjunktion beim Kriegsausbruch, gleichzeitig befindet sich PL im Sonnenbogen opponeierend auf der Konjunktion IC-NE. 1943-1944 beim Lauf des Neptuns über den AC, wird der unauffaufhaltsame Zerfall erst des Landes, dann des Regimes unübersehbar. 1972 im Herbst: Pluto tr. auf dem AC, und das Land sieht sich das erste Mal konfrontiert mit internationalem Terror (das Münchner Oktoberattentat).

Es ließen sich weitere Beispiele anführen. Vor diesem Hintergrund wird der Ingress des Neptun in den Widder auch – oder möglicherweise gerade für Deutschland von elementarer Bedeutung sein. Die Kardinalachse wird dreimal überlaufen werden: im April 2025, dann im Rücklauf im Oktober, dann im Februar 2026.

Übers laufende Jahr befindet sich der AC Konj. Nordknoten auf dem Radix-Saturn: Stillstand, Retardierung allerorten – und die grassierenden Ängste, die erstmals mit der C19-Krise um sich griffen, dann aber mit dem Ukraine-Krieg schlagartig Verstärkung erfuhren – Saturn herrscht über Haus vier! Der genannte Überlauf ist umso stärker wirksam, als Saturn in die Halbsumme Mond/Pluto gestellt ist – wechselweise die bekannte „German angst“, die an den Rand der Paranoia führen kann (im Extremfall darüber hinaus: 1933-1945), oder die Selbstauslieferung der „Volksseele“ an die Autorität, in welcher Form die auch immer in Erscheinung treten mag.

Beunruhigend wirkt, dass mit dem Ingress des Neptun in den Widder der laufende Pluto den Uranus in diesem Horoskop erreicht haben wird – recht genau zeitgleich. Uranus steht in der Halbsumme SO/MO – die „Lichter“, die quasi archaischen Säulen auch eines Staates. Beim letzten Mal überlief Pluto den Uranus des Knotenhoroskops 1780. Es gärte damals unterschwellig in Europa, wenngleich es erst 1789 zur Entladung kommen sollte. Aber es ist verfehlt, ausschließlich die politischen Entwicklungen im Auge zu halten.

Es hieße den Bogen zu überspannen, wollte man sich hier zu gewagten Spekulationen prognostischer Art verleiten lassen. Noch stehen da zwei volle Jahre aus, und wir haben gelernt, wie rasch sich neue Perspektiven zum Guten oder Bösen hin schlagartig eröffnen können. Aber man wird sich nicht allzusehr aus dem Fenster lehnen, wenn man es für wahrscheinlich hält, dass Deutschland 2024-2025 die tiefgreifendste Wandlung seit 1989 – womöglich seit 1949 durchlaufen wird.

2 Gedanken zu „Noch einmal: Knoteningress 1494

  1. Neptun im Widder: Seekrieg, oder auch Weltkrieg. Beim letzten Überlauf war der am Bürgerkrieg. Zum letzten Uranusüberlauf muss man nichts sage. Das wäre dann 1941, ungefähr und da der Pluto drauf. Unschön, Sepp

  2. Besonders auffallend: Auch bei der Jupiter/Saturn-Konjunktion im September 1921 – bezogen auf die UdSSR – entdeckt man die Achsen am selben Ort wie beim Knoteningress 1494 (0°Waage/0°Krebs). Somit überläuft in naher Zukunft Neptun das
    DC und steht quadratisch zum MC der Einleitungskonjunktion vor der Gründung. Auch das stimmt nicht sehr zuversichtlich, da die Konj. von damals direkt mit den Achsen verbunden ist.
    Michael

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