Noch einmal: wahrer-mittlerer Knoten?

Unlängst (scrollen..) war die Frage aufgeworfen worden, ob dem wahren oder dem mittleren Mondknoten der Vorzug gewährt werden sollte. Die Differenz der Werte ist meist zu vernachlässigen, kann aber zuweilen rund ein Grad betragen – was damit dann doch bei Auslösungen zu vermerken wäre. Wie ich schrieb: Ich plädiere für den mittleren Knoten und sehe mich da u.a. dank persönlicher Erfahrungen der letzten Zeit bestätigt. Über das eigene Horoskop schreibe ich in der Regel nicht, hier auch nur mit Blick auf Auslösungen der Knotenachse.

Das Horoskop ist mit den Ganzzeichenhäusern („Matrix“) abgebildet, was in mancher Hinsicht m.E. in meinem Fall mehr an Eindeutigkeit erbringt. Seit ca. einem Jahr steht der Südknoten (indisch „Ketu“) auf meiner Radixsonne. Ende Oktober 2021 hatte ich einen üblen Sturz, zog mir eine schwere Kopfverletzung zu, die mich ins Krankenhaus brachte. Als im Februar 2022 im Sonnenbogen die Konjunktion Ketu – Sonne bogenminutengenau war – also Orbis 0′ ! – fand ich mich ein weiteres mal im Krankenhaus wieder, dieses Mal mit dem Befund Lungenembolie infolge einer Thrombose. Das war nicht ungefährlich, hätte übel ausgehen können, wäre ich nicht rechtzeitig eingeliefert worden. Die Sonne war insofern betroffen, als eine Lungenembolie das Herz angreifen kann (weshalb man in diesem Fall i.d.R. in der Kardiologie behandelt wird. – Nach wie vor (August 2022) steht Ketu direktiv auf meiner Radix-Sonne – und gleichzeitig erreichte die Knotenachse im Transit die Sonne. Ketu Konj. Sonne war also doppelt gegeben. Die Folge: Sturz infolge Kreislaufversagen (Sonne!), gepaart mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit (in der Sauna…vorläufig nicht wieder…), gottlob geringe Kopfverletzungen, allerdings ein gebrochener Zeh. Der Orbis der Konjunktion Ketu-Sonne betrug an diesem Tag beim mittleren Knoten ca. 2′, beim wahren Knoten ca. 30′ – was keinen markanten Unterschied ausmacht. Doch ein weiteres Mal erwies sich der mittlere Knoten als der stimmigere. (Dass es zum Bruch des Zehs kam lag wohl auch daran, dass der laufende Saturn gradgenau meinen Radix-Pluto opponierte.)

Ergänzung: Das Ganzzeichenhaussystem ist bekanntlich das generell in der vedischen Astrologie verwendete. Unter den dort gebräuchlichen Zeitrhythmen („Dasas“) ist das sog. Vimshottari-System das geläufigste (und meist ergiebigste). Das Rahu-Dasa läuft dort über die Endlosigkeit von 18 Jahren. Es passt zu den geschilderten Missgeschicken, dass ich derzeit für die Dauer von ca. einem Jahr das unangenehme Thema Rahu-Ketu auszutragen habe (also Ketu in der Subphase – „Bhukti“). (Dasa-Berechnung nach Ernst Wilhelm – siehe die Website „Vault of the Heavens“)

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