Mondknoten auf 15 Grad fix

Ich greife hier gerne eine Anregung von Michael Kelller auf (CH, Co-Autor) des Online-Buches über die „Neun Sterne“). Es geht um den Lauf der Mondknotenachse über die Grade 15:00 fix, spezifisch über 15 Grad Wassermann und nachfolgend 15 Grad Löwe. Die Grade sind bekannt, nicht zuletzt wegen der dort gegebenen Oktilogramme. Es zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass sich hier wegweisende Orientierungen für die anstehende Jahre finden.

Beispiel: Der Nordknoten auf 15:00 Wassermann, Paris 1785, der Revolution um rund vier Jahre vorausgehend.

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Ein Neumond im „progressiven“ elften Haus. Der Drang, den faktischen oder vermeintlichen Fesseln der tradierten hierarchischen Ordnung entkommen zu können, äußert sich vor allem auch in der Konjunktion des nördlichen Mondknotens mit Pluto im Wassermann.

Das Jahre vor der Revolution gegebene Thema SO.MO/NE= KN.PL verweist auf das Ende der Monarchie (siehe auch den absteigenden Knoten im Löwen im ersten Haus). Dementsprechend setzte sich damals ein neuer anthropozentrischer Entwurf durch – eben Nordknoten Konj. Pluto im fixen Zeichen Wassermann (gestärkt durch dessen Regent SA im selben Zeichen). Die Proklamation der Menschenrechte (August 1789) durch die Nationalversammlung war da ein logischer Schritt. So begreiflich, so zwingend im Kontext des geschichtlichen Procederes die damalige Proklamation der Autonomie des Individuums auch immer geboten gewesen sein mag: Sie (die Proklamation) erbrachte zum einen die Aufwertung des Individuums, zum anderen aber war dies verbunden mit dem Verlust an „Person“. Oder anders: An die Stelle der „Person“ trat die „Persönlichkeit“. „Person“ kommt bekanntlich aus dem lat. „personare“ – in etwa bedeutend „hindurchtönend“. Das bezog sich zunächst auf das Theater, in dem die Schauspieler Masken trugen – durch welche hindurch dann höhere Mächte (wohl die des Geschicks) sich versprachlichen konnten. Die Maske wäre hier indessen falsch verstanden, sähe man sie allein als Ausdruck skorpionischer Verhüllung. Die Maske sollte durch Rücknahme der individuellen Gestalt den Weg freigeben für die „transpersonale“ Stimme. – Derzeit ist – siehe u.a. das Thema WM-Qatar – viel die Rede von der Bewahrung der „Menschenrechte“. Man wird sich da tunlichst nicht gegen die Berechtigung der geäußerten Kritik stellen. Doch zeigt sich derzeit zunehmend die Ambivalenz der in der Französischen Revolution proklamierten „Totalisierung“ des Individuums. Man hatte nur zwei, drei Jahre nach der Proklamation der Menschenrechte wenig an Scheu, Tausende der „Individuen“ unters Messer zu bringen. Die Tragik der geschichtlichen Dialektik, der wir uns gerade jetzt aufs Neue ausgesetzt sehen: Die Ausrufung der Autonomie des Individuums emanzpierte dieses, machte es zeitgleich aber schutzlos, entbößte es, leistete der nach wie vor drohenden Totalisierung des Staates Vorschub.

Das „Indiviuduum“: infolge der Revolution auf sich selbst zurück geworfen, wechselweise zu seinem Glück, zu seinem Unglück. – „Into this house we’re born, into this world we’re thrown…“ – Durch und durch reiner Existenzialismus. The Doors, „Riders on the storm“. Jim Morrison: Nordknoten in exakter Konjunktion mit Pluto im Löwen – quasi das obige Horoskop „reflektierend“.

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2 Gedanken zu „Mondknoten auf 15 Grad fix

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