Knoteningress: M.Luther

Um noch einmal auf das Thema der astralen Einflüsse zurückzukommen (siehe Beitrag „M.Antoinette“): Zitat aus Anthrwiki: In der Astralwelt (auch astrale Welt, Astralplan, Weltenastralität, Seelenwelt, Astrallicht oder imaginative Welt genannt; die unteren Regionen der Astralwelt, die sich mit der Ätherwelt überschneiden, werden auch als elementarische Welt bezeichnet) sind Lust und Leid, Zuneigung und Hass, Triebe und Begierden genau so wirklich vorhanden, wie in der physischen Welt die äußeren materiellen Gegenstände. Zurecht kann man von einer eigenständigen Seelensubstanz sprechen – nur darf der Begriff Substanz nicht im physisch-materiellen Sinn mißverstanden werden. Den physischen Sinnen bleibt die Seelenwelt notwendig verborgen, sie eröffnet sich nur dem imaginativen Seelenblick. Sympathie und Antipathie sind die beiden Pole, zwischen denen sich die Seelenkräfte dynamisch entfalten. Die Gesamtheit der Seelenwelt mit allen darin lebenden seelisach-geistigen Wesenheiten bildet die Weltseele.

Soweit ich sehe, sind die Knoteningresse wesentlich Ausdruck „eigenständiger Seelensubstanzen“ (s.o.).

Mit Blick auf das oben Gesagte: Extreme Seelenkräfte der oben beschriebenen Art verschaffen sich durch Martin Luther Geltung. Im Bild der vorgeburtliche Knoteningress Martin Luthers, Eisleben, das Horoskop mit den Ganzzeichenhäusern. Den Auftakt bildet der AC auf dem zweiten Grad Wassermann – nach den sabischen Symbolen das Bild eines Gewittersturms (häufig bestätigt). In der Tat ist das Wirken Luthers schon zu dessen Lebzeiten wiederholt in dieser oder vergleichbarer Weise beschrieben worden. Der neuzeitliche Regent des ACs findet sich im weltanschaulich-religiösem Zeichen Schütze im elften Haus – ein überdeutlicher Hinweis auf das, was sich in den Jahren nach 1517 entwickeln sollte: die grundlegende Neubestimmung religiöser Werte, auch die Flucht aus den Fesseln der römischen Traditionen. Der Altherrscher Saturn sieht sich ins zehnte „bestimmende“ Haus gestellt, dort in den Skorpion, das Unbedingte das Nativen forcierend („Hier stehe ich, ich kann nicht anders“) , seine ins Destruktive greifende Radikalkritik, hier zudem massiv verschärft durch die flankierenden Mars und Uranus (SA=MA/UR). Gleichzeitig ist gegeben SA=MC/PL, auch dies als direkte Halbsumme. Es zeigt sich die im Verlauf der Reformation immer deutlicher zutagetretende Strenge und Rigidität, vor allem den Bereich Ethos und Moral betreffend. Diese Entwicklung kulminiert noch zu Lebzeiten Luthers im Calvinismus und dessen Aufwertung der Themen „Pflicht“, „Gehorsam“ und „Arbeit“, wie sie in späteren Jahrhunderten insbesondere im Staate Preußen beim Wort genommen werden. Zu beachten ist hier im Übrigen, dass Saturn hier seinen Einfluss auf das neunte Haus (Religion) und die dort stehenden Planeten ausübt, dadurch, dass er dort in der Waage erhöht ist – Auf der anderen Seite, womöglich als Gegenpol oder gar Kompensation zu sehen: der Mond (erhöht!) im vierten Haus, im exakten Spiegel auf die AC-DC-Achse, zudem markater Spannungsherrscher, im Haus der Wesenserfahrung und -ergründung stehend. Die Reformation erbringt ja zum einen (ursprünglich von Luther ja gar nicht intendiert) die Aufwertung der profanen landesherrlichen Gewalt, was dann die fortschreitende Schwächung des Reiches nach sich ziehen wird. Zum anderen ermöglicht sie die Weckung und Stärkung der subjektiven Seelenbefindlichkeit, die dann den Aufschwung der nationalen Kultur zur Folge haben wird (Dichtung, vor allem aber die Musik).

Mondknoteningresse – Beispiel Marie Antoinette

Im APZ-Forum regte der Administrator, Bernd Westphal an, den Knoteningressen nachzugehen, spezifisch, dem, was sie an mundanem Potential beinhalten. Es finden sich im Forum reichlich Beispiele, durchweg solche instruktiver Art. – In der Folge bin ich der Frage nachgegangen, was dort für die Nativitäten angelegt sein mag, die in den nachfolgenden rund 18 Monaten geboren wurden.

Über die Mondknoten ist viel geschrieben worden, dies kann hier natürlich nicht eingehender verhandelt werden. Ich selbst bin da eher geprägt durch die indisch-vedische Sicht. Demzufolge handelt es sich bei den Knoten um „Unheilbringer“, „Übeltäter“, keineswegs allein um „Verbindungspunkte“ neutraler Art, wie dies hierzulande nach wie vor oft noch gesagt wird. Die Knotenachse beinhaltet permanent die Gefahr der Auslöschung der „Lichter“ – Sonne und Mond – wie dies ja auch meist mehrfach im Jahr geschieht durch Mond- und Sonneneklipsen. Die Knoten sind lunarer Natur, d.h. dort wo sie „zugreifen“, dringen astrale Kräfte ein, häufig solche irrationaler Natur. Aus dem Astralen kommende Wünsche und Begierden können die bedeutende Persönlichkeit in unheilvoller Weise verbinden mit dem kollektiven Verlangen der Nation und der Masse. Eine Person von mundaner Präsenz sieht sich somit der „irrationalen“ Wahrnehmung durch das Kollektiv ausgesetzt. Sie mag dies nutzen für die eigenen Aspirationen, sie mag aber auch ein Opfer dieser Wahrnehmung sein. So erging es Marie Antoinette, Tochter Maria Theresias: anfangs geachtet, dann unbeliebt, zuletzt wurde „l’Autrichienne“ gehasst.

Im Bild der Knoteningress in die Jungfrau, 1755, bezogen auf Wien, der Geburt von Marie Antoinette vorausgehend. Ins Auge fällt sofort der Neuregent über den AC, Pluto, im ersten Haus im T-Quadrat auf Sonne und MC. Es gilt zudem PL=SO/JU – und das dürfte hier bedeuten: zwanghaft den Glücksvorstellungen ausgesetzt sein. Marie Antoinette war eine Ruhelose, Getriebene (lesenswert nach wie vor Stefan Zweigs Biographie der Königin). Dazu parallel SO/UR=MC – „aufgeregter, ruheloser Mesch … plötzliche seelische Erschütterungen erleben“ (R.Ebertin). Es zeigt sich in diesem Thema auch die Krise, dann der Sturz der Monarchie. Im Januar 1793 wird der König hingerichtet, im Herbst muss seine Frau das Schafott besteigen.

Am MC der extrem eruptive Grad 16,x Jungfrau (der „Vulkanausbruch“, so das entsprechende sabische Symbol). Die Königin, eine eher unpolitische Person mit musischen Interessen, laut St. Zweig ein „mittelmäßiger Charakter“, wurde in den Malstrom der Revolution hineingezogen.

Die planetare Struktur ist hier die der Achterteilung (der Hamburger Schule folgend), womit in ergänzender Weise MC= SA/NE gegeben ist: Krise und Fall. – Die Biographie Zweigs versäumt nicht aufzuzeigen, dass die enthronte Königin, ihr sicheres Schicksal vor Augen, an Statur in einem Maße gewann, das selbst ihren geschworenen Feinden Respekt abnötigte.

Es lohnt, diese vorgeburtlichen Ingresse auf Auslösungen hin zu betrachten. Hier – wahlweise – das 1790 einsetzende Septar – das in seiner Deutlichkeit kaum einer näheren Erläuterung bedarf. Man täusche sich nicht, die Venus am AC betreffend: sie kommt aus dem achten Haus.

Noch einmal: Monatszahl=Jahreszahl / Pessoa

Der bedeutendste Dichter Portugals des letzten Jahrhunderts: Fernando Pessoa. Eines der Hauptwerke: „Das Buch der Unruhe“. Sein Neun Sterne Thema: die 4 als Jahres- wie Monatsthema.

„Ziellos durchstreife ich die ruhigen Straßen…“ (Buch der Unruhe, 135)

Man kommt den neun Grundthemen näher, lässt man sich auf die tradierten Bilder assoziativ ein: Die 4 ist engstens verbunden mit dem Trigramm Sun (Yin-Holz) – Analogien zum Gras, dem Wind, der durch das Gras streicht, in alles eindringt, dabei unstet ist – mal hier, mal dort. Das biblische Wort vom Geist, der weht wo er will, drängt sich zwingend auf. Also die 4, nun bezogen aufs profane Dasein: ein unruhiger Geist, von Neugier getrieben, sich mal diesem, mal jenem Thema zuwendend. Aber dabei dies keineswegs zwangsläufig in nur oberflächlicher Weise. Pessoa war Zwilling (die Sonne auf 22 Grad Zwillinge), und da ist das Etikett „Oberflächlichkeit“ allzu rasch zur Hand. Doch in den Zwillingen „mündet“ der Skorpion, hat dort seinen Einfluss, sein Ausfließen (das „Ausfließen“ ist gegeben beim jeweils achten Haus vom Ausgangszeichen aus gesehen – siehe dazu Franz Frickler). Diesbezüglicher Spontanbeleg, Pessoa:

„… die feierliche Traurigkeit, die allem Großen innewohnt – hohen Bergen wie bedeutenden Leben, tiefen Nächten wie unsterblichen Gedichten.“ (Das Buch der Unruhe, 233)

„Langsam bewegt der Wind in der langsamen Mondnacht Dinge, die mit ihrer Bewegung Schatten bewegen…“ (151) Der „Wind“ – das ist eine der Übersetzungen des Wortes „Sun“ (= das Trigramm Yin-Holz). Sun ist das Eindringende, aber auch das Unstete, das ständige Unterwegssein – meist aber nicht das der steten räumlichen Mobilität (Pessoa hatte diesbezüglich eine tiefe Abneigung), sondern das der mentalen Unruhe.

„Der steile Weg führt zur Mühle, doch die Anstrengung führt zu nichts“ (172) – Und auch dies ist nur allzu deutlich die Selbstbestimmung der 4: „Versuch’s mal mit Vergeblichkeit“ – in Abwandlung eines bekannten Disney-Slogans. Der „4er“ taugt nicht zum Kämpfer, er ist ein idealer Ideengeber, als Berater neigt er aber kaum je zum großen Kraftakt, geschweige denn zum existenziellen Selbstentwurf.

Und auch dies verweist auf die 4, bei Pessoa doppelt gegeben, somit zutiefst verbunden mit der Autobiographie, der steten Selbstreflexion des Autors, ein Dauerthema im genannten Buch. Alles kann, alles soll in den Focus geraten, dort aber nicht zum Dauerfixum werden. Der Wind verweilt nicht gerne dort, wo er gerade hingefunden hat, sich mehr oder weniger zufällig eingefunden hat. Und dies gilt selbst, gerade auch für das Ich: „Ich suche mich, aber finde mich nicht. …“ (134)

Monatsthema=Jahresthema

9 mal 9 =81 – so viele Grundprägungen gibt es im System der Neun Sterne. Einen Sonderfall stellen die neun von diesen dar, bei denen Monats-und Jahrestehema identisch sind. Hier entfällt die Spannung zwischen den beiden Polen, gleichzeitig kommt es zu einer Massierung der Energien der jeweiligen Wandlungsphase. Die Folge ist nicht allein eine Stärkung, auch eine Abgrenzung bis hin zur Sturheit des Nativen wird gegeben sein.

Wir wählen das Beispiel Maximilien Robespierres (geb. 6.5.1758). Jahr wie Monat unterstehen dem Thema der Yang-Erde, i.e. dem Wirken des Trigramms Ghen, „der Berg“. Der Berg wirkt mächtig, statuarisch und scheinbar auch immobil. Statuarisch wirkte auch Robespierre, Führer des radikalen Flügels der Revolution, auf die Zeitgenossen. Und der eitle Robespierre hatte keine Scheu, landesweit Abbildungen und Statuen seiner Person in Umlauf zu bringen. Bezeichnenderweise nannte man den linken, radikalen Flügel im Konvent, den der Jakobiner den „Berg“.

Es gibt eine zweifache Ordnung der Trigramme: die des sog. „Frühen Himmels“ und die des „Späten Himmels“. Erstere ist polar angeordnet, Letzere saisonal-zyklisch. Der Frühe Himmel kann gesehen werden als ruhende Grundmatrix, der Späte Himmel ist der Raum der dynamischen Wandlungen. Der Frühe Himmel scheint gewissermaßen durch den Späten Himmel hindurch. Oder anders: „Hinter“ jedem Trigramm des Späten Himmels steht ein Trigramm der Ur-Matrix. „Hinter“ dem Berg steht der „Donner“ (Trigramm Dschen). Nur scheinbar ist der Berg der ewig ruhende. Zuweilen „kreißt “ er – um dann eine tiegreifende Umwälzung zu erbringen. Ein Beispiel aus der Nachkriegsgeschichte: Nach der Sukzession der Neun Sterne setzte 1955 ein neuer 81 Jahre umfassender Zyklus ein. Die ersten neun Jahre wurden bestimmt von der 9 = dem Yin-Feuer (Trigramm Li). Das Jahrneunt 1964-1973 stand unter der Herrschaft des Berges. Und bekanntlich waren dies Jahre tiefgreifender Umwälzung in weiten Teilen der Welt: die Jugendrevolte, der Pariser Mai 1968, die Kulturrevolution in China….

In aller Deutlichkeit zeigte sich die Ambivalenz des „Berges“ bei Robespierre: zum einen die Unbeugsamkeit, die Beharrlichkeit, mit der er die Radikalisierung der Revolution vorantrieb – bis hin zur Regentschaft des Fallbeils. Dann aber auch die Sturheit (s.o. ), der Eigensinn, die Selbstbezogenheit, die es ihm unmöglich machten, die drohende Gefahr rechtzeitig zu erkennen. Sein Sturz kam über Nacht, die Revolte holte ihn selbst ein. Das Unvorstellbare geschah: Der Konvent stellte sich gegen Robespierre, verfügte seine Verhaftung und ließ ihn am kommenden Tag zusammen mit dem gesamten Wohlfahrtsausschuss hinrichten.

Alle neun Jahre kehrt die Jahreszahl zurück in die Mitte, auf ihren angestammten Platz. Das Haus der Mitte (= das Haus der 5 in der Grundordnung des Bagua) aber ist immer auch ein Haus der Gefährdung, es droht die Erschütterung der für verlässlich gehaltenen Fundamente. Das Jahr der Hinrichtung Robespierres (Juli 1794) aber war ein Jahr der 8, des „Berges“.

Eine Doppelung der Zahlen hatte auch der Philosoph Hegel: die 5 als Monats- wie als Jahreszahl. Es heißt, wer die 5 versteht – und nur der – hat Zugang zu den anderen Zahlen. Der 5 selbst ist kein Trigramm zugeordnet (allerdings das Element der Erde). Sie repräsentiert, besser: sie ist die Mitte, die ruhende, gleichwohl die sorgsam wachende und kontrollierende. Die 5 weiß, wie sehr die Ordnung der Trigramme eine labile sein kann, daher der Drang in die Zentrierung und in die Kontrolle, der sich bei denjenigen häufig findet, welche diese Zahl als Jahreszahl haben. Hat man sie als Monatszahl, dann ist das Thema der Kontrolle oft mit Affekten, meist eher kurzlebigen verbunden. – Zurück zu Hegel: seine Philosophie ist eine der „Vernunft“, welche im weltgeschichtlichen Geschehen die zentrale (und zentrierende) Ordnung sucht, wie sie sich im mundanen und geistesgeschichtlichem Geschehen äußert im Wirken des Weltgeistes – wobei dieses Wirken dessen Selbstoffenbarung darstellt. Auch im Falle Hegels ist der weiter oben angesprochene Selbstbezug offenkundig: Hegel glaubte, dass der Weltgeist gerade in seinem, Hegels Werk, zu sich gekommen sei.

Neun Sterne: Putin

Über Putins Geburtsjahr war man sich zeitweise uneins: 1950 oder 1952? Es war da die Rede von einer anderen Mutter in einem russischen Dorf – Putin wäre dann in Leningrad adoptiert worden. Es hat sich aber denkbar wenig gefunden, was dies hätte zwingend belegen können. Es dürfte also weiterhin Gültigkeit haben: 07.10.1952, Leningrad. Die Uhrzeit ist unbekannt, ich halte mich grundsätzlich zurück, wenn es da um Spekulationen geht. Derzeit wird ein AC Anfang Skorpion gehandelt.

Das System der Neun Sterne sind „einfach“, was nicht „simpel“ heißen soll. – Putin wurde geboren mit der Jahreszahl 3 und der Monatszahl 7. Die 3 entspricht dem Trigramm Dschen (Yang-Holz-Qualität), die 7 dem Trigramm Dui (Yin-Metall-Qualität).

Die 3 ist dramatischer Natur, die Zahl des Aufbruchs, des plötzlichen Energieausbruchs. Dies dürfte hier besonderes Gewicht haben, da 1952 (4.2.1952 – 4.2.1953) ein Jahr des „dramatischen“ Drachens war. Yang-Holz hat auch die Qualität der räumlichen Erfassung, entsprechend ist der hier Geborene jemand, der den Horizont ins Auge fasst, auch den Mut hat, den „großen Wurf“ zu wagen. Der hier gegebene Ehrgeiz, gepaart mit Wagemut läuft jedoch Gefahr, ins Chaos zu geraten. Nicht selten verliert der anfangs so mächtige Impuls an Kraft, mit der Folge, dass das so weiträumig geplante Ziel gar nicht oder nur in Teilen realisierbar ist.

Wie an anderer Stelle im Blog aufgezeigt: das Monatsthema hat gespeichert ein Gutteil der emotionalen Dimension, auch geht da mit ein, was man das Ich der Kindheit und der Adoleszenz nennen kann (Das Monatselement ist in den ersten 18 Jahren des Nativen das bestimmende, erst dann setzt sich das Jahresthema zwingend durch.) Mit der 7 verschafft sich das Thema der Diplomatie Geltung, und wie allgemein bekannt war es Putin über lange Jahre gelungen, auf diesem Wege Verständnis, wenn nicht gar Sympathie einzuholen. Im System der Neun Sterne befindet sich bei einem Jahr der 3 die 7 im Haus der 9 – und dieses (Thema Yin-Feuer), ist auch eine Region der Überzeugungskraft (von der 9 heißt es, sie könne Kühlschränke am Nordpol verkaufen). Man sieht unschwer, dass die beiden, Jahreszahl und Monatszahl, hier erfolgreich interagieren konnten.

Der Haken: die Phase der Monatszahl (Metall) regiert die des Jahres (Holz). Da dieses Metall Yin-Qualität hat, das Holz Yang-Qualität, kann das Holz nicht „vernichtet“ werden. Dennoch kann dies bedeuten, dass sich impulsives Verhalten Raum verschaffen kann. Kindliche Verhaltensmuster drohen die Strategie des Jahresthemas zu durchkreuzen – mit der Folge, dass die eigene Selbstgewissheit ins Schwanken gerät. Verantwortung wird abgelehnt, anderen zugeschoben. Zudem zeigt sich die Neigung manipulativ vorzugehen.

Wahlkampf – einmal chinesisch

Man gelangt nicht in Probleme mit „unserer“ Astrologie, wenn man bisweilen in die chinesische Astrologie schaut – genauer in das System der „Vier Säulen“, = Ba Zi Suan Ming. Denn da geht es nicht um planetare Läufe, sondern primär um die komplexen Wandlungsphasen – bisweilen auch „Elemente“ genannt, was etwas irreführend sein kann, denn es geht da vordringlich nicht um Substanzielles, sondern Formen des Wandels und der rhythmischen Bewegung. Es gibt Gemeinsamkeiten mit den uns geläufigen vier Elementen, aber auch deutliche Unterschiede.

„Vier Säulen“ – das sind die vier Paarungen von je einem Himmelsstamm („Element“) und „Tier“ (wobei Letzteres auch je einem Element = Wandlungsphase zuzuordnen ist). Die vier Säulen: die des Jahres, die des Monats, des Tages und der Stunde. Hat man keine halbwegs verlässliche Zeitangabe, dann entfällt die Stundensäule, und die Deutung kann nur in Teilen gelingen. Immerhin ist auch dann noch einiges an Befunden gegeben, vor allem deswegen, weil die Tagesdominante („Day Master“ = Himmelstamm des Tages) gegeben ist. Dieser verkörpert das „Ich“ – alle entscheidenden Bewegungen und Rhythmen werden von diesem bestimmt und organisiert.

Nun liegt in wenigen Tagen die Bundestagswahl an – und gleich vorweg: Hier folgt keine Prognose. Es soll eher gefragt werden, was Deutschland mit diesem oder jenem Kanzler zu erwarten haben wird – Scholz oder Laschet. A. Baerbock ist wohl nach Stand der Dinge aus dem Rennen. Auffallend: alle drei haben die Wandlungsphase Yang-Wasser als Tagesdominante. Da es 10 der Wandlungsphasen gibt (die 5 Phasen jeweils als Yin und als Yang), ist das ungewöhnlich zu nennen. Yang-Wasser gibt physische wie psychische Stärke, Entschiedenheit, auf Initiative gestimmt. Man folgt dort innerer Vision, ist oft gar abenteuerlustig gestimmt, zukunftsorientiert, strategisch planend – um das etwas knapp zu umreißen. Nun aber ist Wasser auf die „Mutter“ (=Erzeuger, Ernährerin) Metall angewiesen. Davon findet sich nichts in den drei bekannten Säulen bei Scholz – dieses aber zweimal im Chart Laschets. Wasser ist am stärksten im Winter, am schwächsten im Sommer – und Scholz wurde im Juni geboren. Er scheint somit deutlich weniger zum Ausdruck zu bringen was da oben an Charakteristika für das Yang-Wasser angeführt ist. Laschet wurde an einem 18.02. (1961) geboren, das gilt chinesisch als Frühlingszeit, d.h. hier ist das Wasser mittelstark. Aber Laschets Wasser ist definitiv stärker als das von Scholz. Er wäre somit der innovativere Kanzler. Vor allem aber: Scholz hat in den drei uns bekannten Säulen viermal Erde (zweimal Yang-Erde, zweimal das Tierzeichen Hund, dieses auch von Yang-Erde-Qualität). Die Wandlungsphasen sind beständig mal fördernden, mal kontrollierenden, mal retardierenden Einflüssen ausgesetzt. Wasser wird durch Erde kontrolliert, und dies ist im Fall Scholz‘ in deutlichem Maße gegeben. Scholz wirkt sachlich (hinzu kommt: der Jahresplanet ist Saturn!), mitunter auch stoisch, verlässlich. Von ihm ist keine dramatische Veränderung der Strukturen zu erwarten. Nun, der deutsche Michel will Stabilität, Sicherheit, scheut das Risiko. Da scheint ihm Scholz genehmer als Laschet. Zudem hat Scholz zweimal den Hund im Chart – den treuen Wächter des Heims, also auch der Heimat, des Landes. Es verwundert nicht, dass Scholz kaum je ein Wort verliert über Deutschlands Außenpolitik, über die künftige Rolle im Mit- und Gegeneinander der Großmächte.

China – Monatsbild

Stefan Baron / Guangyan Yin-Baron: „Die Chinesen. Psychogramm einer Weltmacht“. Ein Buch, dessen Lektüre jedem unserer Politiker dringendst zu empfehlen wäre. Davon angeregt habe ich einen Blick geworfen auf das Monatshoroskop des Landes – also der Sonnenstand auf 15:00 Grad der Geburt vorausgehend. Über das Thema „Monatsbild“ habe ich mehrfach geschrieben, auch hier im Blog – daher kann hier auf eine erneute Begründung verzichtet werden.

Ein Blick auf die „Neun Sterne“, die im Wesentlichen bestimmt sind durch das Verhältnis von Jahres- und Monatshoroskopen. Die Volksrepublik China wurde am 1.10.1949 proklamiert – im gleichen Jahr, in dem die Bundesrepublik ins Leben gerufen wurde. Nach den Rhythmen der „Neun Sterne“ war das Jahr 1949 (beginnend mit dem 04.02.1949) ein Jahr des Yang-Metalls – entsprechend dem Trigramm Kien. Was verbindet die beiden Staaten BRD und China? Beide sind metallgeprägt. Das zeigt sich zunächst einmal im Bereich von Wirtschaft und Produktion: Beide Staaten sind stark fokussiert auf die Metallindustrie – in der Bundesrepublik nicht zuletzt mit Blick auf den Bereich Autoproduktion. In China allerdings führte die Fixierung auf das Thema „Metall“ wiederholt in Abgründe – erinnert sei vor allem an den zwanghaft betriebenen Versuch in den späten 50er Jahren, die vorwiegend agrarische Wirtschaft abzulösen durch eine Metallproduktion. Die Folge war fatal – Millionen wurden Opfer des landesweit dadurch hervorgerufenen Hungers. Entscheidend ist nun der Unterschied, der sich durch die Monatsbilder ergibt: Das Monatsbild der Bundesrepublik ist geprägt durch die „2“ der Neun Sterne, d.h. durch die Kräfte des Trigramms Kun: die „Erde, mithin die Versorgung, und mit Blick auf die Sozialordnung des Landes das Thema des Sozialstaates, wie dieser ursprünglich in der Konzeption der sozialen Marktwirtschaft L. Erhards geschaffen wurde – in den letzten Jahrzehnten aber eine problematische Ausuferung erfahren musste (..das Thema „Grenzen des „Sozialstaats“ füllt derweil ein komplettes Bücherregal). – Das Monatsbild Chinas – siehe Abb. – ist dagegen bestimmt durch die Kräfte des Trigramms Dui = Yin-Metall / die 7 in der Ordnung der Neun Sterne – „der See“, „das Heitere“ (es gibt da eine lange Liste …). China ist also in doppelter Weise metallgeprägt.

Auch der nur peripher mit dem Thema „China“ Vertraute kennt die Polarität von Yin und Yang. Deren stete Ausbalancierung ist gegeben mit dem Thema der Waage – siehe das obige Monatsbild: AC Waage mit dem Geburtsherrscher Venus eben dort. Die „6“ (=Kien) steht für das Patriarchalische. Während dieses in der Bundesrepublik zunehmend sein Gegengewicht im „mütterlichen „Thema „2“ – „die Erde“ fand, sieht sich China nach wie der Regentschaft des Männlichen unterworfen. Noch nie hat eine Frau Sitz und Stimme im inneren Kreis der Kommunistischen Partei Chinas finden können. Zum Wirkungskreis der „6“ gehört auch – und dies seit Jahren zunehmend – die Renaissance des konfuzianischen Denkens. Einst von Mao tse Tung bekämpft als auszumerzendes „bourgeoises Relikt“ hat es längst wieder seinen Platz in der Gesellschaft gefunden. Diese „preußische“ Ethik ist im Monatsbild nicht erkennbar – allein Neptun in der Waage im ersten Haus scheint dem entgegenzustehen. Steht das abendländische Denken von jeher in der Polarität Platon – Aristoteles, so das chinesische in der Spannung Lao Tse – Konfuzius. Ersteres ist offenbar im Monatsbild wirksam – also im mundanen Empfinden des Volkes. Über das korrespondierende Trigramm Dui

heißt es, dass dort unter der freundlichen Oberfläche ungeahnte fremde Kräfte liegen, die unvermittelt nach oben schießen können. So heißt es in der I Ging – Kommentierung bei Richard Wilhelm: „Das Heitere ist der See, ist die jüngste Tochter, ist eine Zauberin .. bedeutet Verderben und Zerbrechen, bedeutet Abfallen und Aufspringen…“ Der saisonalen Ordnung der Trigramme („Später Himmel“) liegt die „vorweltliche“ des „Frühen Himmels“ zugrunde. Hinter dem Trigramm Dui des Späten Himmels steht in der Ordnung des Frühen Himmels das Zeichen des „Abgründigen“, Kan. Die programmatisch betriebene Sanktionierung der konfuzianischen Ideale – unter ihnen auch das Thema der unbedingten Loyalität dem Staate gegenüber – ist im Grunde angstgetrieben – hier lauert die Furcht der Partei vor den unkalkulierbaren Affekten des Staatsvolkes – daher auch die ins neurotische Extrem getriebene Totalobservation des öffentlichen wie privaten Lebens. Diese Furcht ist durchaus nicht unbegründet – man erinnere sich an die im Juni 1989 blutig niedergeschlagene Revolte auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Wir finden im Monatsbild die Anlage NE= JU/UR – „falschen Erkenntnissen folgen, schnell enttäuscht sein…“ (R. Ebertin, „Kombination der Gestirneinflüsse“). Hier lauert auch die Gefahr der überschießenden Hysterie, der ins Extrem schießenden Projektionen. Er zeigt sich eindrücklich in dem Hyper-Modernismus von Städten wie Shenzhen oder Shanghai, deren Skylines sich wie fragile Traumgebilde ausnehmen.

Deutschland: Knotenhoroskop 1494

Ausführlich erläutert und diskutiert: Knoteningresse – siehe das Sub-Forum „Konzepte…“ im APZ-Forum (WWW.apz-forum.de) . Schon mehrfach vordem zur Sprache gebracht worden ist das Horoskop des Reichstages 1495 in Worms. Mit diesem wird erstmals eine reichsverbindliche Rechtsordnung geschaffen (Reichskammergericht), man kann damit von „Staatlichkeit“ im engeren Sinne sprechen. Nun kann ich die Tageskonstellation des Reichstagsabschieds nehmen, den Beginn des Reichstages, auch damals wirksame Mondphasen. Oder auch das dem Reichstagsende vorausgehende Löwe-OG – was, wie mehrfach aufgezeigt überaus stimmige Ergebnisse erbringt. Ein jedes dieser Horoskope fügt dem Thema Wesentliches an Inhalten hinzu. Es lag dann nahe, den dem Reichstag vorhergehenden Mondknoteningress miteinzubeziehen (die Knotenachse auf 0 Waage / 0 Widder) – und der eingehendere Blick zeigt die Signifikanz dieses Horoskops auf. Eine nähere erste Sichtung dieses Horoskops, dessen Stimmigkeit m.E. deutlich belegend, findet sich im oben erwähnten Sub-Forum.

Hier soll es gehen um die Verbindung des Horoskops mit mundan bedeutsamen Persönlichkeiten des Landes. Im genannten Forum sind da exemplarisch O.v.Bismarck und A.Hitler gegeben. Ich kann da eine Korrelation auf verschiedene Weise herstellen: u.a. mittels synastrischer Aspektverbindungen, durch Erstellung eines Combins (was allerdings eine halbwegs genaue Geburtszeit des Nativen voraussetzt). Oder ich berechne die Tertiärprogressionen II des obenstehenden Knotenhoroskops für den Tag der Geburt des Nativen (auch die TP I lohnen die Betrachtung, doch scheinen in diesem Fall die TP II prägnantere Ergebnisse zu liefern). Hier nun die TP II des Knotenbildes von 1494 für den letzten deutschen Kaiser, Wilhelm II. :

Man tut gut daran, sich an die Hauptthemen des Horoskops zu halten. Eine forcierte Mobilität: Schütze-AC mit Jupiter eben dort im ersten Haus, ihm vorausgehend Mars Konj. AC, und auch die Sonne findet sich im Schützen. Ein Übermaß an Feuer, offenkundig aber „aus sich und für sich“ pulsierend. „Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen “ – „Der Dreizack gehört in unsere Hand“ – bekannte markige Sentenzen des Kaisers. Ein überzogener Ehrgeiz, (auch) bedingt durch (heute kaum noch begreifliche) Minderwertigkeitsgefühle wegen des infolge einer Geburtskomplikation unzureichend ausgebildeten rechten Armes. Der „Dreizack“ auf dem ersten Grad der Fische im exakten Quadrat zur Sonne: Die Kompensation verlangte den großen Wurf, die Überwindung der (auch nationalen) Grenzen – „Weltpolitik“ sollte es sein. Unglücklicherweise für ihn wie für sein Land waren diese Themen „maßstäblicher“ Art, da mit dem MC verbunden: MC=SO/NE . Die Geschichtsschreibung ist sich weitgehend einig in dem Befund, dass der Kaiser keine aktive Kriegspolitik betrieb, wohl aber dank irrealer Verblendung gefährliche Risiken einging (an erster Stelle die von gefährlichen Illusionen getragene Flottenpolitik). Die Venus im Domizil auf dem MC ist stark – der „Würde“ des Regenten angemessen. Doch sie steht auf einem riskanten Grad, dem 18. der Waage, laut W.Döbereiner ein Grad mit Saturn/Uranus-Qualität (vielfach bestätigt) – also eine potentiell gefährdete Stabilität der Regentschaft.

Wassermann cont. – Reformation

Das Jahresbild der Reformation 1517: das Wassermann-OG. Insbesondere dort, wo grundsätzlich Neues (an Ideen., Begriffen…) in die Welt kommt, ist das dem vorhergehende Wassermann-OG aufschlussreich (Sonnenstand 15:00 Wassermann). Ich schließe an das im letzten Beitrag Gesagte an. Saturn als klassischer Herr über den AC im Schützen im zehnten Haus, dort im Schützen auch das MC (mit dessen Regent Jupiter als Spannungsherrscher des Horoskops): Ein religiöser Impuls wird „maßstäblich“. Das Erlösungsmotiv („Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“) ist unübersehbar, man könnte mit Blick auf Neptun auf dem Wassermann-AC gar von einem utopischen Entwurf sprechen (siehe auch die direkte Halbsumme AC.NE= MC/UR !). Verlauf und Ausgang der Reformation sind bekannt: soziale Unruhen, gar schwerste Konflikte, am Ende der verheerende Dreißigjährige Krieg, mit diesem verbunden der Niedergang des Reiches – siehe das Mars-Neptun-Quadrat mit Mars im Stier. Letzterer befindet sich, nehme ich die Ganzzeichenhäuser, im vierten Haus, auf die sozialen Verwerfungen „im eigenen Haus“ = eigenen Land“ verweisend. Nachdem die Bauernkriege den inneren Zusammenhalt der Reichsterritorien erschüttert hatten, sah sich Luther gezwungen, das Bündnis mit den Landesherren einzugehen. Es erfolgte eine Teilverstaatlichung der Religion – und es zeigt sich ein weiteres Mal, dass es Saturn ist, der im Wassermann den längeren Atem hat. Die Bindung des Protestantismus an den Staat (in späterer Zeit nicht zuletzt den preußischen) sollte in den nachfolgenden Jahrhunderten sehr zum Nachteil ausschlagen. Dies zeigte sich in besonders verhängnisvoller Weise im III. Reich. Der Zweitregent des ACs, Uranus, findet sich im Stier: ein deutlicher Hinweis auf den Gleichheitsimpuls, letztlich gar „sozialistischen“ Einschlag des Protestantismus. Uranus auf dem ersten Grad Stier: Hier steht Hitlers Sonne, und dieser wusste sich den ins Realdasein gewendeten Gleichheits- und Erlösungsimpuls zunutze zu machen. Es gilt auch: SO/MKn = UR – wozu es bei Ebertin („Kombination der Gestirneinflüsse“) heißt: „Sich in der Gemeinschaft unbedingt durchsetzen …“ Wenige Tage vor dem Ausbruch des II. Weltkrieges stand Uranus im Transit wieder auf seiner Radixposition, gleichzeitig stand der laufende Saturn auf dem Radix-Uranus.

– Man wird unterstellen dürfen, dass das Horoskop weiterhin wirksam ist. Da wäre der Lauf des Uranus durch den Stier ins Auge zu fassen. Dieser stand im März/April dieses Jahres in der Halbsumme der Radixplaneten MA/UR. Dies ging einher mit Rissen im sozialen Zusammenhalt infolge der staatlich verordneten Corona-Maßnahmen. Im Auge zu behalten wäre natürlich auch der Uranus-Rücklauf auf die Radixposition (2024 / 25).

Wassermann …. Saturn, Beispiel China

Herrscher über den Wassermann? Klar doch: Uranus, erste Lektion Astrologie. Ich habe es – Th. Ring sei gedankt – immer für einen schwerwiegenden Fehler gehalten, die tradierte Dispositoren-Lehre über Bord zu werfen. Letztlich kam dies einer Zerstörung der Siebener-Ordnung im Zodiak gleich. Man muss weder „indisch“ orientiert sein, noch klassisch-hellenistisch, um diesen Bruch als einen verhängnisvollen zu begreifen.

Saturn regiert den Wassermann. Immer wieder festzustellen. Wird der im Wassermann Geborene alt, so verschafft sich Saturn im Alter zunehmend Geltung. Nehmen wir als Beispiel Friedrich II. von Preußen: In jungen Jahren der „Aufklärer“, in späteren Jahren zunehmend unter dem Schatten Saturns: der Tradition Preußens verpflichtet, die vielbeschworene „Pflicht“ propagierend, nicht ohne Misanthropie, auf Hierarchien verpflichtet – und zwanghaft verpflichtend. Man wird wenig Mühe haben, Ähnliches im eigenen weiteren Bekanntenkreis wahrzunehmen.

Interessant: das Horoskop des kommunistischen Chinas – hier nicht eigens eingebracht, da wohl bekannt (ansonsten mühelos abrufbar im Netz). Der Mond am AC im Wassermann, AC wie Mond ebendort. Maos China setzte über Jahre auf die stete Gleichmacherei, setzte alles daran, sich der verhassten konfuzianischen Tradition dauerhaft zu entledigen. Der Höhepunkt: die Kulturrevolution, 1966-1968 (unter dem Signum der damaligen Uranus-Pluto-Konjunktion). Diese setzte sich zum Ziel die tradierten konfuzianischen Werte ein für alle Mal zu eliminieren – was nicht zuletzt die Zerstörung der familiären Ordnungen ins Auge fasste. Nach allem was man weiß, leiden noch nach langen Jahrzehnten Millionen von Chinesen an dem von der Partei in ihrer Jugend erzwungenen Verrat an den eigenen Eltern. Etliche sollen sich aus Scham und Verzweiflung in den letzten Jahrzehnten umgebracht haben. Natürlich wird dies seitens der Partei verschwiegen, Psychologie gilt da vielfach eh als ein anrüchiges „westliches“ Fach.

Doch wie eingangs – Beispiel Friedrich II. – angesprochen: Saturn hat da den längeren Atem, wenn es um die Herrschaft über den Wassermann geht. Mit Deng Xiao Ping erfolgte zunächst vorsichtig-bedacht die Entkriminalisierung der konfuzianischen Tradition. Heute wird Konfuzius gar offiziell als der Begründer der geistigen Welt Chinas gesehen – mit all dem, was zum Themenkreis des Saturnischen gehört: Pflicht, Arbeit, Würdigung der Alten, Bescheidenheit, Selbstdisziplin, Bildung, Achtung der staatlich vorgegebenen Hierarchie (wie sie natürlich von der Partei vorgegeben wird). – Allesamt Qualitäten, die der Protestantismus, spezifisch der Calvinismus verpflichtend gemacht hat – bis heute spürbar in (u.a.) den Niederlanden, der Schweiz, in den deutschen „reformierten“ Landesteilen – und nicht zuletzt oder gar vor allem in den USA, wo dies nach wie vor primär in den Neuenglandstaaten wirksam ist.